Prag hat den Hundehaufen in der Stadt den Kampf angesagt: In Tschechiens Hauptstadt sollen künftig DNA-Proben aller Hunde in einer Datenbank gespeichert werden, damit ihre Halter schneller ausfindig gemacht und mit saftigen Bußgeldern bestraft werden können.
Wie die Tagesschau heute berichtet, plant Tschechiens Hauptstadt Prag die Hundebesitzer unter den Bürgern aus ihrer Anonymität zu holen: Rund eine Tonne Hundekot muss täglich entsorgt werden und die Kosten dafür will die Stadt in Zukunft wieder hereinholen. Deshalb soll jeder Hundehalter eine DNA-Probe seines Vierbeiners freiwillig registrieren lassen. So kann die Stadt problemlos feststellen, wer seine Hundehaufen entsorgt und wer nicht. Momentan können die Prager Bürger über den Plan auf einer Homepage im Internet abstimmen. Tausende Bürger haben sich bereits beteiligt und aktuell ist eine knappe Mehrheit gegen die Registrierung der Hunde-DNA. Zusätzlich wird die Kampagne in der ganzen Stadt mit Schildern auf den Hundehaufen beworben.
Neu ist die Idee aber nicht: Vorbild ist die israelische Großstadt Petach Tikwa, wenige Kilometer östlich von Tel Aviv. Dort wurde das Verfahren bereits 2008 erfolgreich eingeführt. Petach Tikwa ist übrigens die Partnerstadt der nordrhein-westfälischen Stadt Meerbusch.